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Förderung der Zweisprachigkeit bei Kleinkindern
Lehr- und Lernmittel

Förderung der Zweisprachigkeit bei Kleinkindern

Mehrere bilinguale Eltern haben das gleiche Problem: die Kleinkindern haben Schwierigkeiten beim lernen beiden Sprachen. Im Schulalter entsteht eventuell ein weiteres Problem: die Kinder sind mit dem dritten Sprache, in der Regel Englisch, konfrontiert. Noch ein paar Jahre später, müssen die meisten Kinder zwischen Französisch und Latein sich entscheiden. Insgesamt vier Sprachen gegenüber einem Kind. Es könnte zu viel sein.
 
Die Eltern erwarten, dass ihr Kind nicht schlechter als die anderen Mitschüler mit diesen vielen Sprachen klar kommt. Nicht zuletzt spielen auch die Schulnoten eine Rolle.
 
Da die Russische Sprache nicht dem aktuellen Modetrend entspricht, glauben viele Eltern, dass die russische Sprache dem Kind nicht viel bringt. Gleichzeitig wird die wichtige Rolle der Deutschen Sprache für die Migrantenfamilien hervorgehoben. Es kommt öfters dazu, dass die russische Sprache im Namen der besseren Kenntnissen der Deutschen Sprache geopfert wird. Dieser Trend ist in verschiedenen Migrantenfamilien erkennbar.
 
In der Regel wird man mit Kindern ausschließlich Deutsch gesprochen. Dabei ist es unrelevant, ob die Eltern ein gutes oder schlechtes Deutsch sprechen. Dazu kommt ein weiteres Phänomen: fast alle bilinguale Bekannte und Verwandte, die miteinander hauptsächlich russisch sprechen, schalten sofort auf die deutsche Sprache, solang sie mit Kindern sprechen, als wäre es selbstverständlich, dass das Kind die deutsche Sprache besser versteht, und russisch nicht verstehen würde. Hinweis, dass das Kind spricht Russisch, wirkt nur für die kürzeste Zeit. Nach 2-3 Sätzen kommt wiederum deutsch, als eine universelle Kommunikationsmittel mit Kindern.
 
Russisch wird öfters verlernt. Den Eltern bleibt nichts übrig als mit eigenen Kindern ausschließlich Deutsch zu reden. Eventuell, die russische Omas und Opas können mit ihren Enkelkindern gar nicht und nie sich verständigen.  Allerdings, wird dieses Problem öfters nicht wahrgenommen. Manchmal wird es als eine Chance für erfolgreiches Lernen der Deutschen Sprache betrachtet.
 
Im Alter 0 bis 3 Jahrem sind Kinder in der Regel noch nicht im Kindergarten und meistens fehlt der notwendigen Intensität und Qualität der Sprachlernen. Die Deutschsprachkenntnisse der Eltern, Verwandten, Bekanten sind nicht immer perfekt. Zum Kindergartenalter hat das Kind ofters ein kleineren deutschen Wortschatz als Altersgenossen, weil seine Umgebung selbst mit deutsch Probleme hat.
 
Ein weiteres Problem macht sich im Schulalter spürbar, wenn es die erste Fremdsprache auf das Kind kommt. Besonders hart trifft es, falls die Möglichkeit eine zweite Sprache von den Eltern zu erlernen, nicht genutzt wurde. Hätte das Kind seinerzeit die zweite Muttersprache erlernt, dann hätte er umfangreicheren deutsch-russisches Wortschatz, und könnte die Englische Fremdwörter leichter in seinem Gedächtnis einordnen. Die Polyglotten, die mehre Sprachen sprechen, können es bestätigen, dass jede weitere Sprache leichter zu lernen ist. Je nachdem, wie erfolgreich das Kind in den Welt der Fremdsprachen startet, wird auch seine berufliche Zukunft die entsprechenden Chancen haben.
 
Ein Paar Jahren später kommt eventuell die Zweite Fremdsprache: meistens Französisch oder Latein.
 
Man merkt, das bei meisten Umsiedlern ändert sich langsam der Wortschatz. Man könnte fast sagen, dass in Deutschland bei der russischsprachigen Diaspora, ein germanischer Dialekt der Russischen Sprache sich entwickelt. Immer wieder entstehen mehre Diskussionen darüber. Sogar Witze werden zu diesem Thema gemacht. Allerdings Fakt bleibt: die russische Sprache wird immer mehr mit selbstgebastelten Germanismen angereichert. Als Beispiel: Wort „Russak“, bzw. im Plural „Russaki“. In Russland kennt dieses Wort fast keiner, aber in Deutschland wird mit diesem Wort einen Russe, bzw. russischsprachige Mensch gemeint. Öfters werden auch deutsche Werben und Substantiven ohne Übersetzung in die russische Sprache genommen. Die Wörter werden entsprechend der russischen Grammatikregeln konjugiert oder dekliniert.
 
Wenn ein Kind so einen „Dialekt-Russisch“ hört, dann wird er damit verwirrt. Er wird viele russische Wörter nicht wirklich hören und lernen können, da diese Wörter mit deutschen Wörtern ersetzt werden. Hier sind einige Wörter davon: Kindergarten, Autobahn, Arbeitsamt, Krankenhaus, Hausaufgaben, anmeldowalsja (sich anmelden), putzaet (arbeitet als Putzhilfe), usw.
 
Um ein Lösung für alle obengenannten Probleme zu finden, sollte man Lernprozess verstehen. Wie lernt ein Kind eine Sprache? Erstens, er hört. Zweitens, er ordnet die eingegangene Information ein. Drittens, er reagiert entsprechend seiner Logik. Also, Hören, Ordnen, Reagieren. Dabei bleiben in seinem Gedächtnis immer wieder neue Wörter und neue grammatische Strukturen.
 
Klar, je weniger ein Kleinkind hört, desto weniger kann er lernen. Also ein Vorschlag – mehr mit dem Kind sprechen.
 
Damit das Kind die Infos einordnen kann, sollte drauf achten, dass die Wiederholungsrate und die emotionale Bereitschaft die Infos einordnen, vorhanden sind.
 
Nach dem Einordnen kommt die Reaktion des Kindes auf das gehörte Wort. Öfters versucht das Kind das Wort wiederholen. Es kann laut, leise oder gar lautlos passieren, aber Kind Spielt ein wenig mit dem Wort in seinen Gedanken, er prüft die Zuordnung in seiner Logik- und Grammatikstrukturen. Als Eltern, können Sie ziemlich genau verfolgen, wie gut das ein oder andere Wort sein Platz im Wortschatz des Kleinkindes gefunden hat. Sie können dieses Prozess steuern, in dem Sie bewusst bestimmte Wörter öfters wiederholen, damit den Wortschatz des Kindes vervollständigt wird.
 
Ein ganz wichtigen Punkt ist zu erwähnen: Autorität der Sprache. Mit der Zeit lernt das Kleinkind den Unterschied der Sprachen und die Wichtigkeit der Sprache für sich selbst einstuft. Wenn das Kind sieht, dass die Altersgenossen Deutsch sprechen, dann will das Kind schnellstmöglich die Deutsche Sprache zu erlernen und versucht auch mit Eltern in Deutsch zu kommunizieren. Es passiert, weil die Eltern für einen Kleinkind die Kenntnisquelle sind. Falls das Kind merkt, dass die Eltern auch Deutsch können, dann ist die Autorität der Deutscher Sprache in seinen Augen ganz groß. Falls das Kind keinen anderen Kind, der Russisch spricht, jeweils gesehen hat, und nur ab und zu hört, wie seine Eltern Russisch zu einander reden, aber mit ihm Deutsch sprechen, dann scheint dem Kleinkind die  russische Sprache kaum wichtig! Um die Wichtigkeit der russischer Sprache im Bewusstsein des Kindes höher heraufstufen, sollte man ihm zeigen, dass es Altersgenossen, die russisch oder weitere Fremdsprachen sprechen, gibt.